4 Fragen zum erfolgreichen Einsatz von E-Learning

Kategorien Fachbeitrag

4. June 2018

 Weiterbildung ist vielfältig und kann sehr erfolgreich sein, digitales Lernen auch. Doch die Technik sollte unbedingt zum Menschen passen – nicht umgekehrt. Um herauszufinden, wie Sie E-Learning erfolgreich umsetzen können, haben wir vier – zugegeben „etwas“ provokative – Fragen –  formuliert. So wird schnell klar, woran es eventuell noch „hakt“ mit dem Erfolg.

Italienisch lernen oder schlagfertig antworten – E-Learnings erfreuen sich wachsender Beliebtheit in der Bevölkerung. Dementsprechend wächst auch das Angebot: immer vielfältiger, leider auch immer unübersichtlicher. Mit Sprachen-Apps bereiten sich viele schon privat für ihren nächsten Urlaub vor. Warum nicht mobiles Lernen auch im Unternehmen einsetzen? Es liegt im Trend, kann begeistern, motivieren und auf unterschiedliche Art nachhaltig zur Weiterbildung anregen – wenn es passt.

 Frage 1 – E-Learning und Demografie:

Was nützt ein E-Learning-Programm für Berufseinsteiger, wenn der Altersdurchschnitt im Unternehmen 46 beträgelucydate_fachbeitrag_4-fragen-zum-einsatz-von-e-learning_beitragsbild2t?

To Do: Ein Blick auf das Alter Ihrer Mitarbeiter samt Entwicklung in den nächsten fünf biselucydate_fachbeitrag_4-fragen-zum-einsatz-von-e-learning_beitragsbild2 zehn Jahren reicht, schon wissen Sie, welche Lernprogramme oder Maßnahmen ausscheiden.

Frage 2 – E-Learning und Arbeitsverhalten:

Wie viele Mitarbeiter werden auf Präsenzseminare gehen, wenn über 40 Prozent der Stellen Homeoffice- und Teilzeit-Arbeitsplätze sind?

To Do: Unser Arbeitsverhalten hängt von der Unternehmensstruktur ab, aber nicht nur. Auch die private Lebenssituation jedes einzelnen ist relevant. Neben der Altersstruktur ist gerade für die Art des Lernens die Situation im Unternehmen wichtig. Welches Online Training geeignet ist, bemisst sich zum Beispiel an der Anzahl von Außendienstmitarbeitern, Homeoffice-Arbeitsplätze, Teilzeitbeschäftigten, Mitarbeiter/innen in Elternzeit, der Anzahl der Alleinerziehenden usw.

Frage 3 – E-Learning und Kommunikationsverhalten:

Auf wieviel Begeisterung stößt Frontalunterricht im Besprechungsraum, wenn 80 Prozent der Belegschaft sich mobil bzw. online organisieren, und das beruflich und privat?

elucydate_fachbeitrag_4-fragen-zum-einsatz-von-e-learning_beitragsbild1To Do: Hierzu brauchen Sie nur kurz in Gedanken durchzugehen, wie im Unternehmen organisiert wird. Wie werden Termine vereinbart, ein Besprechungsraum gebucht oder Büromaterialbestellungen getätigt? Per schriftlichem Formular und Hauspost sicher kaum noch. Werden E-Mails verfasst oder läuft alles via Intranet oder gar App-gesteuert? Oder wird schon mittels Sprachsteuerung (Smart Speaking) kommuniziert?

Frage 4 – E-Learning und Vorlieben & Kultur:

Wie erfolgreich sind textlastige Seminarunterlagen, wenn ein Großteil der Mitarbeiter nicht gerne liest oder (noch) Probleme mit der deutschen Sprache hat?

To Do: Hier genügt ein Blick auf die Herkunft, die kulturellen Hintergründe und auf die Vorlieben Ihrer Mitarbeiter. Schon filtern Sie weitere „Haken“, die den Erfolg von E-Learning bremsen könnten, heraus.

Zugegeben, diese Fragen sind nur der Anfang. Denn es geht um mehr, wenn das „Projekt E-Learning“ erfolgreich starten soll: Vom passenden Anbieter über verschiedene Angebote bis zur erfolgreichen internen Vermarktung müssen weitere wichtige Schritte vorab geplant werden. Doch auch danach sollte geprüft werden, ob die Online Trainings von allen Mitarbeitern genutzt werden, die Geschäftsleitung hinter dieser Art von Weiterbildung steht, welche Skills sich deutlich mit dem Online Training verbessert haben ...

Es ist viel zu tun - packen Sie es an!

5-Punkte-Plan E-Learning erfolgreich im Unternehmen einführen

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Autor: Manuela Krämer ist Texterin aus Überzeugung. E-Learning liegt ihr genauso am Herzen wie interkulturelle Kommunikation, Koch- und Gartenkunst.