Lerntypen im digitalen Zeitalter – Welcher E-Learning-Typ sind Sie?

Kategorien Fachbeitrag

18. July 2019

Als Wintertyp kleiden Sie sich gerne in Blautönen. Mit verschiedenen Kollegentypen kennen Sie sich aus und wissen im Büro sowohl mit dem Morgenmuffel als auch der Labertasche gut umzugehen. Bei Typologien kann Ihnen also keiner etwas vormachen. Aber wissen Sie eigentlich, welcher Lerntyp Sie sind?

Warum es sich lohnt, sich mit der Frage nach dem Lerntyp auseinanderzusetzen? Weil man besser und schneller lernt, wenn man weiß, wie man Informationen am effizientesten und leichtesten aufnimmt. Und auch im Arbeitsleben wollen und müssen wir ja immer Neues dazulernen!

Lerntypen sind nicht in Stein gemeißelt

Bevor wir uns die verschiedenen Lerntypen genauer anschauen, sollten wir uns zunächst bewusst machen, dass es hier um keine festen, unveränderlichen empirischen Tatsachen geht. Manche sprechen daher lieber von Lernstilen, um deutlich zu machen, dass es sich eher um Vorlieben handelt. Generell sind die verschiedenen Typen als Tendenzen zu verstehen – die meisten Menschen werden sich in einer Mischung verschiedener Lerntypen am ehesten wiederfinden.

Wie finden sich die verschiedenen Lerntypen im E-Learning wieder?

Visueller Typ

AugeEr nimmt seine Umgebung hauptsächlich über die Augen wahr. Daher lernt er am besten, indem er Informationen visuell aufnimmt. Er arbeitet meist genau und ordentlich und kann sich oft noch exakt daran erinnern, wo auf der Seite eine Information zu finden ist. Der visuelle Typ macht sich gerne Notizen oder Skizzen – und er ist im Memory fast unschlagbar!

Was braucht der visuelle Typ beim E-Learning? 

  • Beim E-Learning profitiert der visuelle Typ sehr von Schaubildern, Grafiken, Mind-Maps und anderen bildlichen Darstellungen.
  • Er lernt aber auch durch das Lesen von Texten sehr gut, also freut er sich über Informationstexte, Merkblätter, schriftliche Zusammenfassungen, Notizzettel oder Ähnliches.
  • Farbige Markierungen in Texten helfen ihm zusätzlich.

Auditiver Typ

OhrSein wichtigstes Sinnesorgan ist das Ohr – daher eignet er sich Wissen am leichtesten durch Hören und Sprechen an. Man erkennt ihn daran, dass er sich Lernstoff gerne laut aufsagt oder die Lippen beim Lesen mitbewegt. Umgebungsgeräusche beim Lernen sind für diesen Typen besonders störend. Auditive Typen können sich sehr gut Gedichte und Melodien einprägen.

Was braucht der auditive Typ beim E-Learning?

  • Auditive Lerntypen konzentrieren sich beim E-Learning vor allem auf Video-Tutorials, Einspielfilme und Audio-Dateien.
  • Auch Texte sind für diesen Typen hilfreich, denn er kann sie sich selbst laut vorlesen – das unterstützt ihn im Lernprozess.
  • Blended-Learning-Formate sind ebenfalls gut geeignet, denn so kann das online erworbene Wissen in Gesprächen vertieft und somit auch über das Hören verarbeitet werden.

Haptischer / motorischer Typ

HandFür ihn ist es besonders wichtig, sich zu bewegen und Dinge anfassen zu können. Am leichtesten lernt er also, wenn er sich aktiv einbringen kann, zum Beispiel durch Rollenspiele oder durch Ausprobieren. Er ist praktisch veranlagt, zögert nicht lange, sondern packt gleich mit an.

 

Was braucht der haptische / motorische Typ beim E-Learning?

  • Der motorische Lerntyp liebt es, beim E-Learning Probeaufgaben oder praktische Übungen zu bearbeiten. Auch Lernspiele und Gamification sind genau sein Ding.
  • Ebenfalls hilfreich sind Tests, die ihm zeigen, was er gelernt hat.
  • Diesem Lerntyp ist es besonders wichtig zu erfahren, wie er das neu erworbene Wissen direkt praktisch anwenden kann.
  • Für ihn kann es auch sinnvoll sein, Gesten und Bewegungen zu entwickeln, die zum Lernstoff passen und beim Erinnern helfen – hier können in Lernvideos gute Anregungen gegeben werden.

Kommunikativer Typ

MundDieser Lerntyp ist ein guter Redner und Zuhörer. Er lernt am besten in Gesprächen oder Diskussionen. Anders als dem auditiven Typen reicht es ihm nicht aus, sich Lernstoff vorzusprechen – er braucht den Austausch mit anderen.

 

 

Was braucht der kommunikative Typ beim E-Learning?

  • Für den kommunikativen Lerntypen sind Chatgruppen zu empfehlen, in denen man Erlerntes diskutieren und nacharbeiten kann. Auch Webinare sind hilfreich.
  • Blended-Learning-Konzepte sind für ihn besonders gut geeignet. Hier kann er das Wissen online erarbeiten und anschließend im Team diskutieren und vertiefen.

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Unabhängig vom Lerntyp ist es hilfreich, wenn Sie möglichst viele verschiedene Lerntechniken anwenden, um möglichst viele Sinne zu aktivieren. Denn damit vervielfältigen sich die Möglichkeiten, sich an das Gelernte zu erinnern. Daher bieten die Kurse von ELUCYDATE viele verschiedene Vermittlungsmethoden – für alle Lerntypen! Probieren Sie es gleich aus und überzeugen Sie sich von ELUCYDATE.


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Autor: Carolin Metz ist leidenschaftliche Leserin und Texterin. Als Online-Redakteurin ist sie spezialisiert auf Karriere, Personalmarketing & HR.