Von Smombies* und Selbstbestimmung: Die Chancen des digitalen Lernens für Unternehmen

Kategorien Fachbeitrag

6. February 2018

Unsere gesamte Lernweise wird von der viel beschriebenen „digitalen Transformation“ beeinflusst, und das hat Auswirkungen auf die Unternehmen. Ob im Zug, im Büro oder auf dem Sofa: Für die Mehrzahl der Menschen geht ohne den Blick auf Smartphone und Tablet nichts mehr. Das können Sie sich zunutze machen!

Ein Seminar bei einem externen Anbieter, das extra genehmigt werden muss, eine Inhouse-Schulung mit Frontalunterricht und Beamer im Besprechungsraum? Das alles passt nicht mehr so recht zu jungen, karrierefreudigen Mitarbeitern. Mit Smartphone und Tablet ausgerüstet, lernten die meisten eine Fremdsprache für den nächsten Auslandsaufenthalt schon letzten Sommer lieber via App unterwegs statt am Schreibtisch. Kein Wunder, denn mit mobilen Trainingsprogrammen lernt es sich einfach entspannter und bequemer. Warum also nicht auch andere Karriere-Skills digital lernen?

Digitales Lernen: Selbst entscheiden wo, wann und wie lange!

Lernen wird heute nicht nur ortsunabhängig, sondern auch viel eigenverantwortlicher durchgeführt als noch vor 5 bis 10 Jahren. Doch entgegen der veränderten Lernweise bestehen in vielen Unternehmen noch die alten Weiterbildungssysteme für Mitarbeiter. Schade eigentlich, denn wer selbstbestimmtes Lernen, Agilität und Eigenverantwortung fördert, erhält mit verhältnismäßig geringem Aufwand recht schnell hochqualifizierte und lernmotivierte Mitarbeiter.

Digitale Transformation: Wie gut sind Unternehmen vorbereitet?

Eine Umfrage des Fraunhofer IAO in Zusammenarbeit mit dem Digitalverband Bitkom ergab 2016, dass lediglich 12 Prozent der Unternehmen in Deutschland digitale Lernmethoden im gesamten Betrieb einsetzen. 70 Prozent lassen nur in vereinzelten Bereichen digital lernen. Der Rest, immerhin noch 18 Prozent, gab an, dass keine digitalen Lern-Angebote für die Mitarbeiterqualifizierung vorhanden seien. Befragt wurden 172 Personalverantwortliche und Mitarbeiter von Unternehmen.

Lohnt sich digitales Lernen im Unternehmen?

Angesichts dieser Zahlen fragt man sich, ob die digitale Transformation in Deutschland überhaupt gewollt wird. Für digitale Trainingsprogramme spricht die hohe Anzahl der Mitarbeiter und Personalverantwortlichen, die in derselben Umfrage auch folgendes angegeben hatten: 82 Prozent meinen, dass digitale Selbstlernprogramme an Bedeutung gewinnen werden.

Setzen Sie auf smarte Trainingsprogramme, in denen sich kurze Theorieeinheiten als Lernvideos mit interaktivem Lernen abwechseln, Übungsaufgaben, die man direkt online lösen kann, einen Punktebonus, den man sich online erarbeiten kann und mehr. Die elektronischen Trainingsprogramme sollten

  • intuitiv bedienbar,
  • plattformunabhängig – mobil oder am Desktop,
  • leicht verständlich sein und
  • nachhaltiges Lernen fördern.

Derart trainiert können die Mitarbeiter das Gelernte sofort in die Praxis um- und gewinnbringend für ihr Unternehmen einsetzen.

*Was ist ein Smombie?
Der Ausdruck Smombie setzt sich aus den Begriffen „Smartphone“ und „Zombie“ zusammen. Gemeint sind Menschen, die durch den ständigen Blick auf ihr Smartphone so stark abgelenkt sind, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen.

Digital Lernende müssen nicht gleich zu Smombies mutieren, wenn sie sich weiterbilden wollen. Setzen Sie maßgeschneiderte interaktive Lernprogramme ein, auf die jeder zugreifen kann. Damit können sich Ihre Mitarbeiter aktiv Praxiswissen aneignen – wo, wann und sooft sie wollen!

 

Picture of Manuela Krämer M.A.
Autor: Manuela Krämer ist Texterin aus Überzeugung. E-Learning liegt ihr genauso am Herzen wie interkulturelle Kommunikation, Koch- und Gartenkunst.