Was ist Microlearning – und was habe ich davon?

Kategorien Fachbeitrag

13. June 2019

Endlich weniger lernen! Naja, zumindest weniger große Brocken. Diese Idee steht hinter Microlearning. Und das Paradoxe: Durch weniger lernen lernt man mehr!

Microlearning ist Lernen in kleinen Einheiten und in kurzer Zeit – und einer der wichtigsten Trends in der beruflichen Weiterbildung.

Das ist nur logisch, denn damit passt sich das Lernen der modernen Lebenswelt an. Wir haben nicht viel Zeit, immer gibt es irgendwas zu tun. Wir nutzen Social Media, lesen Online-Nachrichten und sehen uns Videos online an – wir sind gewohnt, schnell und problemlos an Informationen zu kommen. Außerdem haben wir alle unser Smartphone in der Tasche und sind somit dauernd online.

Dieser Realität folgt E-Learning und vermittelt Wissen in schnellen, leicht verdaulichen Portionen. Das Lernmaterial ist zeit- und ortsunabhängig verfügbar – Lernen mit dem Handy ist also kein Problem. Egal wo – im Zug, an der Bushaltestelle, mitten auf der grünen Wiese. Die modernen Medien haben unsere Aufmerksamkeitsspanne nicht unbedingt erhöht – daher ist ein weiteres Kennzeichen von Microlearning, dass der Nutzer schnell einen Lernerfolg erreicht. Das motiviert und hält uns bei der Stange. Dementsprechend ist Microlearning handlungsorientiert konzipiert: Man lernt keine endlosen Theorien auswendig, sondern kleine Wissenspakete, die man sofort anwenden kann.

Kurz und leicht zu merken

Wie lang genau diese Lerneinheiten sind, ist nicht festgelegt – das hängt auch vom jeweiligen Thema ab. Was aber immer zutreffen sollte: Der Inhalt sollte leicht zu merken sein. Und die Portionen sollten zumindest so klein sein, dass man eine Einheit ohne Unterbrechung absolvieren kann. Microlearning-Elemente sind also zum Beispiel:

  • kurze Videosequenzen
  • Multiple-Choice-Fragen und Quiz-Tools
  • Podcasts
  • Schaubilder, auf denen Wissen zu einem Thema zusammengefasst wird
  • Vokabelabfrage-Apps

Microlearning-Tools zeichnen sich auch oft dadurch aus, dass das System direkt Feedback gibt: So kann zum Beispiel bei einem Quiz-Tool sofort angezeigt werden, ob eine Frage richtig beantwortet wurde. Es gibt auch Lösungen, bei denen sich die Fragen sogar dem Wissensstand des Lernenden anpassen und mit der Zeit anspruchsvoller werden. Generell spielt Gamification, also spielerisches Lernen, beim Microlearning eine große Rolle.

Aus lang wird nicht so leicht kurz

Wichtig ist dabei, dass ein Microlearning-Kurs bereits als ein solcher konzipiert sein sollte. Es hilft nichts, wenn man ein langes Seminar einfach in kurze Abschnitte aufteilt – denn es geht beim Microlearning vor allem darum, die Teilnehmer durch ein spezielles Lernkonzept zum Mitdenken, Üben und Handeln anzuregen. Microlearning-Kurse sind praxisorientiert, deshalb ist es auch so entscheidend, dass die Kurse ad hoc verfügbar sind – das Wissen wird dann zur Verfügung gestellt, wenn es gebraucht wird.

Hier spielt das Microlearning seinen großen Vorteil aus: die Lernenden sind extrem motiviert, da sie den Nutzen und die Anwendbarkeit des Lernstoffs sofort erleben. Obwohl es sich also nur um kurze Einheiten handelt, lernt man oft mehr als in einem langen Präsenz-Seminar, das einen mit der Fülle an Informationen auch überfordern kann. Der schnelle Erfolg motiviert, das Lernen kostet nicht viel Zeit und Aufwand und der Lernstoff kann besser verinnerlicht werden.

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Autor: Carolin Metz ist leidenschaftliche Leserin und Texterin. Als Online-Redakteurin ist sie spezialisiert auf Karriere, Personalmarketing & HR.